Montag, 21. September 2020

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02. September 2020

#GemeinsamGegenCorona: So erleben wir die Pandemie in der Praxis

#GemeinsamGegenCorona: So erleben wir die Pandemie in der Praxis

Die Coronakrise ist eine Herausforderung für alle. Wer in dieser Zeit als Therapeut oder  Praxisinhaber Patienten gegenübersteht, ist doppelt herausgefordert. Wir haben uns unter  VPT-Delegierten umgehört, wie sie die vergangenen Monate erlebt haben und mit welchen  Erwartungen und Zielen sie in die Zukunft blicken – als Therapeuten und  Verbandsfunktionäre.


ERWIN HILGERT, Physiotherapeut und sektoraler Heilpraktiker in Weilerbach, seit 1981 in eigener Praxis. VPT-Landes-gruppenvorsitzender für die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland:

Bei meinem ganzen Praxisteam, sowie bei den Patienten war die Verunsicherung anfangs sehr groß. Inwieweit das Coronavirus Einfluss auf den Praxisbetrieb nehmen würde, zeigte sich allerdings sofort. Die Patienten sagten größtenteils ihre Termine ab oder blieben ganz fern. Zusätzlich wurde die Verunsicherung bei den Patienten noch dadurch geschürt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in der ersten Woche der Pandemie verkündete, dass alle Massagepraxen geschlossen werden müssen.

Die Öffentlichkeit setzte dies wohl auch für die Physiopraxen und med. Massagepraxen gleich und so blieben Patienten vielen Praxen ganz fern. Der Umsatzeinbruch bezifferte sich in den ersten Wochen bei vielen Kollegen auf teilweise mehr als 90 Prozent. Unzählige Kolleginnen und Kollegen riefen mich in der Praxis an und schilderten ihre verzweifelte Lage. Sofort wurden im gesamten VPT alle möglichen politischen Kontakte hochgefahren, um eine finanzielle Entschädigung für das Aufrechterhalten des Praxisbetriebes zu erreichen.

Mit massiver Öffentlichkeitsarbeit durch Plakate, Infoflyer, Telefonate sowie mit Videoinformationen konnte die anfängliche Verunsicherung in der Bevölkerung, bei den Ärzten und den Kollegen etwas gemildert werden. Hier ist vor allem unserer VPT-Justiziar D. Benjamin Alt lobend zu erwähnen.

Ich selbst habe diesbezüglich Gespräche mit dem parlamentarischen Staatssekretär Thomas Gebhart und mit dem Büro von MdB Dr. Roy Kühne geführt, welche glücklicherweise im April zum ersehnten Erfolg gebracht werden konnten. Der Schutzschirm für die Physiopraxen war installiert! Die Resonanz unserer Mitglieder auf die Unterstützung in dieser Zeit war durchweg positiv. Viele der Anrufer lobten die guten Informationen und die trotz der Stresssituation immer freundliche Beratung am Telefon in der Trierer Geschäftsstelle.

In mehr als 20 Newslettern der Landesgruppe Rheinland-Pfalz-Saar wurden unsere Mitglieder immer aktuell über die anstehenden Neuerungen informiert und fühlten sich so gut unterstützt. Dabei galt es nicht nur, die allgemeinen Entwicklungen weiterzugeben, sondern auch die landestypischen Regularien für Rheinland-Pfalz und das Saarland zu erarbeiten und zu übermitteln. Außerdem war es unserer Geschäftsstelle gelungen, über das Saarländische Gesundheitsministerium MNS-Masken und Desinfektionsmittel zu besorgen und an Kollegen, welche Bestellschwierigkeiten hatten, auf dem Postweg zu verteilen.

Inzwischen haben sich im täglichen Praxisbetrieb ganz neue Praxisabläufe etabliert: Nicht nur das Tragen einer MNS-Maske von Therapeuten und Patienten, sondern auch ein neu gestalteter Wartebereich mit Mindestabstand sowie erhöhte Hygienemaßnahmen sind inzwischen obligatorisch.
Das Patientenaufkommen scheint sich allmählich wieder zu normalisieren, sodass auch die noch in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter bald wieder ihren normalen Arbeitsbetrieb aufnehmen können.

Der GKV-Spitzenverband hat die Coronakrise bereits im März zum Anlass genommen, um die anstehenden Honorarverhandlungen, die zum 1. Juli 2020 wirksam werden sollten, in den Oktober zu verschieben. Die Möglichkeit, die Gebühren per Videokonfernezen zu verhandeln, wurde von den Kassenvertretern zunächst nicht in Betracht gezogen.

Für das Mehr an Hygienemaßnahmen wurden inzwischen pro Rezept 1,50 Euro genehmigt, was bei mir und vielen Kollegen zu großem Unverständnis geführt hat. Ärzte und Zahnärzte erhalten pro Patientenbesuch mehr als 14,00 Euro.

Es bleibt zu hoffen, dass dies bei der neuen Gebührenordnung eine entsprechende Berücksichtigung findet.

SABINE REICHERT, seit 1985 Physiotherapeutin und seit 1998 in eigener Praxis in Magdeburg tätig. 2015 bis 2019 Bezirksstellenleiterin der Geschäftsstelle Magdeburg und stellvertretende Landesvorsitzende des VPT Sachsen-Anhalt, seit 2019 Landesgruppenvorsitzende des VPT Sachsen-Anhalt:

In meinem Praxisalltag stellte sich folgende Situation dar: Chronisch kranke Patienten mit Langfristverordnungen sagten ihre Behandlungstermine ab. Es gab in einem Zeitraum von 6 Wochen keine einzige Neuanmeldung. Diese unfreiwillig gewonnene Freizeit haben wir in der Praxis genutzt, um die organisatorischen Abläufe neu zu strukturieren und interne Fortbildungen durchzuführen. Außerdem haben Mitarbeiterinnen ihren Resturlaubsanspruch abgegolten.

In meiner Funktion beim VPT habe ich dazu beigetragen, die Kolleginnen und Kollegen per Mail und Telefon zu beraten. Weiterhin stand ich im ständigen Kontakt und Austausch mit Politikern unserer Landesregierung. In der Geschäftsstelle und unserem Weiterbildungszentrum haben wir aufgrund der ausgefallenen Weiterbildungen die Räumlichkeiten renovieren lassen und gleichzeitig „Altlasten“ beseitigt.

Meine persönliche Erfahrung: Ein ständiges Miteinander ist das A und O. Unsere Mitglieder haben in dieser Krisensituation registriert, wie wichtig ein Berufsverband für sie ist.

MATTHIAS T. Paulsen, Physiotherapeut in eigener Praxis mit 12 Therapeuten und 4 Rezeptionskräften in Schwerin, Landesgruppenvorsitzender VPT Mecklenburg-Vorpommern (hier im Bild beim abholen der Masken für seine Praxis):

Als der Lockdown kam, wollten wir gerade mit dem Rehabilitationsnachsorge-Programm der Deutschen Rentenversicherung starten. Das durften wir dann nicht machen. Dadurch sind uns direkt ca. 10 Prozent des erwarteten Umsatzes und die Arbeit der Kursleiterin weggebrochen. In die Heime durften wir nicht – dadurch waren zweieinhalb weitere Stellen nicht ausgelastet. Wir haben Kurzarbeit angemeldet und ab April wahrgenommen. Vorher haben wir Überstunden abgebaut und wenn mal ein paar Stunden fehlten, hat die der Betrieb übernommen.

Mitte April haben wir die Sofortförderung des Landes beantragt und diese Ende April bekommen. Im April lag der Umsatzeinbruch bei ca. 30 Prozent bzw. inklusive Rehasport bei 40 Prozent. Die Patienten kommen aber jetzt nach und nach wieder.

Von gefühlten 1.500 Therapeutenstunden haben wir in der Spitze etwa 1.000 abgeben können, 500 waren Kurzarbeit. Wir arbeiten normalerweise im 20-Minuten-Takt und haben den Takt auf 30 Minuten gesetzt. Dadurch konnten wir auch in der Rezeption Kurzarbeit machen, so kompensieren wir das im Moment. Den Rest decken die Soforthilfen bzw. der Rettungsschirm ab.

Wir haben für meine Praxis erst mal für 400 Euro Einmalmasken gekauft. Dann haben wir von einem großen Dienstleister, der uns auch mit Hygieneartikeln betreut, ab und zu ein paar Päckchen gesponsert bekommen. Wir haben bis jetzt einen Mehraufwand von Hygieneartikeln in Höhe von ca. 1.500 Euro. Und vermutlich haben wir auch 400 Euro an jemanden überwiesen, der die bestellten Masken nicht liefern wird.

Von Verbandsseite kann ich sagen, dass in Mecklenburg-Vorpommern alles sehr diszipliniert ablief. Der Informationsbedarf war natürlich groß – den hat die Geschäftsstelle aber sehr gut abgearbeitet. Wir haben teilweise pro Tag ein bis zwei Mails an die Mitglieder verschickt. Wir haben Kontakt mit der Politik gehalten und die Mitglieder immer zeitnah informiert.

Fazit: In jeder Krise steckt eine Chance. Wir haben sie genutzt, Prozesse noch einmal betrachtet und optimiert, z.B. die Patientensteuerung, Taktung und Dokumentation. Digitale Behandlungen haben wir nicht durchgeführt. Wir glauben an Hands-on und schätzen den direkten Kontakt mit den Patienten.

KARL-WERNER DOEPP, Masseur und med. Bademeister, GEsundheits- und Krankenpfleger, Heilpraktiker, Landesgruppenvorsitzender VPT NRW, Bezirksvorsitzender Rhein-Berg, Qualitätsmanager der VPTcert, Leiter Fachbeirat sektorale Heilpraktiker*innen und Direktzugang im VPT.

ERIKA DOEPP, Physiotherapeutin, sektorale Heilprkatikerin Physiotherapie, stellvertretende Bezirksstellenvorsitzende Rhein-Berg, Patin und Sprecherin der Sektion Selbstständige im VPT NRW:

Seit 25 Jahren behandeln wir Kassen- und Privatpatienten in unserer Physiotherapie- und Naturheilpraxis Doepp im Heilklimatischen Kurort Reichshofen-Eckenhagen. Selbst Kostendämpfungsgesetzte, magere Preisabschlüsse und restriktives Verordnungsverhalten in unserer
Region, verursachten nie solche fatalen Auswirkungen wie der COVID-19-Lockdown. Durch die Spezialisierung auf neurologische und lymphologische Krankheitsbilder hatten wir praktisch über Nacht die Praxis leer, da die Mehrzahl unserer Patient*in-nen Risikopatienten sind. Ebenso waren Hausbesuche in Pflegeheimen nicht mehr möglich. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Patienten die Arztpraxen nicht aufsuchten und somit die Verordnungen ausblieben.

Uns, die Vorstandsmitglieder in NRW und unsere Landesgeschäftsstelle in Bergkamen, erreichten nahezu ununterbrochen Hilfeersuchen und Fragen von Kolleg*innen. Wir haben zusammen mit unserem Verbandsjustiziar D. Benjamin Alt und dem Landesgruppenvorsitzenden Christian Thieme
aus Sachsen umgehend Videos auf YouTube und Live-Schaltungen auf anderen Social-Media-Kanälen gestartet, um die täglich neuen Fragen zu beantworten. In dem anfänglich unsäglichen Wirrwarr der behördlichen Verordnungen und Auslegungen kam es u.a. dazu, dass mir das Kreisordnungsamt sogar die Heilpraktikertätigkeit nur mit ärztlicher Verordnung genehmigen wollte. Das konnte schnell
ausgeräumt werden, da zum einen die Landesverordnung nicht schnell genug bei den Kreisbehörden angekommen war und sich zum anderen bis dato niemand bei der Behörde mit unserem Berufsbild, Zulassungen oder gar Tätigkeitsbereichen beschäftigt hatte.

Hilfreich waren und sind unsere aktuellen regionalen und bundesweiten Kommunikations- und Informationsmaßnahmen mit konkreten Umsetzungs- und Lösungsvorschlägen zu den unterschiedlichen Landesverordnungen, Digitalisierungsoptionen sowie hilfreichen Hinweisen zu Mitarbeiter- und Praxisproblemen. Dafür konnten wir auf Quellen zurückgreifen, die uns Informationen aus erster Hand liefern, z.B. mit den tagesaktuellen Nachrichten aus unserem Berliner Verbindungsbüro von Friedemann Ey. Zudem haben viele Mitglieder und auch Nichtmitglieder erstmals zu schätzen gelernt, wie wichtig unsere Internetseiten und Newsletter sind, um schnell an zuverlässige und aktuelle Informationen zu kommen.

Da wir in unserer Praxis schon seit vielen Jahren ein funktionierendes VPT-QM-System mit Hygieneplan haben und daher auf feste Lieferanten für Hygieneartikel und auf eine Lagerreserve
zurückgreifen konnten, waren Hygieneplanänderungen, PSA und Desinfektionsmittel bei uns kein Problem. Des Weiteren haben der Oberbergische Kreis, die Bezirksregierung und die Landesregierung NRW schnell reagiert und für teils kostenfreien Nachschub von Hände- und Flächendesinfektionsmitteln gesorgt.

In unserer Praxis haben wir neben dem strikten Termin- und Einlassplan ohne Wartezeiten in den Praxisräumen auch die räumlichen Voraussetzungen mit Plexiglasschutz etc. umgesetzt. Die Auszahlung vom Rettungsschirm ist (Stand 23.06.2020) noch unterwegs und wird die finanziellen Einbußen etwas mildern. Durch die COVID-19-bedingte veränderte Praxisnutzung und Umsetzung der geänderten Hygienevorschriften brauchen wir mehr Zeit pro Patient, haben dadurch weniger Patienten und somit auch weniger Umsatz.

Es ist zu hoffen, dass es nicht wieder zu einem Lockdown kommt, welchen wir und viele unserer Kolleg*innen nicht überstehen und somit in Zukunft als unverzichtbarer Teil unseres Gesundheitswesens fehlen werden.

Anmerken möchten wir noch, dass alle unsere Maßnahmen, Dienstleistungen der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Informationsbeschaffung und Kommunikation auch für Nichtmitglieder zugänglich waren. Finanziert wurden sie allerdings alleinig durch die Mitgliedsbeiträge unserer VPT-Mitglieder und den zusätzlichen Einsatz von Mitarbeiter*innen der Landes- und Bundesgeschäftsstelle bzw. den gewählten Verbandsfunktionär*innen. Deshalb bitten wir dringend alle Kolleg*innen, Mitglieder für
den VPT zu werben, z.B. auch in ihren Praxen, damit wir noch maßgeblicher für Politik und Krankenkassen werden und unsere Serviceangebote weiter verbessern und ausbauen können.


STEFAN SIEVERS, Physiotherapeut in eigener 600 qm großer Praxis mit 6 Therapeuten in Marne, Landesgruppenvorsitzender des VPT Hamburg-Schleswig-Holstein:


Als für Deutschland der Lockdown beschlossen wurde, war ich auf einem Treffen des Lizenzgebers meiner Praxis. Wir haben mit 40 Praxisinhabern einen Vormittag lang Krisenmanagement gemacht und besprochen, was wir ab Montag machen müssen. Wir haben unseren Hygieneplan und unsere Checklisten überdacht und z.B. festgelegt, wo wir künftig öfter reinigen müssen. Das hat sehr geholfen. In meiner Praxis hatte ich die Hygienemaßnahmen schon vor dem Lockdown hochgefahren. Wir haben dann noch einen Spritzschutz für die Rezeption installiert. Schutzkleidung haben wir immer vorrätig. Aber nun ging sie nach 3 Wochen aus und am Markt war nichts zu bekommen. Ich habe auf facebook unsere Patienten aufgefordert, uns Masken zu nähen. Tatsächlich hatten wir nach einer Woche 200 Mundschutze.

Schleswig-Holsteins Landesregierung war keine große Hilfe. Sie hat nur pauschale Verordnungen erlassen. In 4 Landkreisen wurde sogar die Falschmeldung verbreitet, unsere Praxen müssten schließen. Viele Therapeuten haben das gemacht. Wir mussten 2 Tage als Verband dafür kämpfen, das richtigzustellen. Ich bin direkt an die Landräte herangetreten, denn die Gesundheitsämter waren völlig überlastet. Als die Therapeuten ihre Praxen wieder öffneten, sind die Patienten ferngeblieben. Das hat zu Umsatzeinbußen geführt. In dieser Situation war die Überforderung der Politik und der Ämter deutlich zu spüren.

Als Landesverband Hamburg-Schleswig-Holstein haben wir uns am VPT NRW orientiert – einem Corona-Hotsport – und haben unsere Mitglieder anfangs täglich in Rundmails informiert. Außerdem habe ich gefühlt 12 Stunden am Tag telefoniert. Wir haben mit dem ZVK und Logopädenverbänden die Landesregierung aufgefordert, uns dringend benötigte Schutzausrüstung zu geben. In Schlewsig-Holstein wurde das abgelehnt, weil wir nicht zur systemkritischen Infrastruktur gehören – wir seien
nur systemrelevant. Das muss man sich vorstellen. Die Preise für Desinfektionsmittel und Masken lagen bei einem Vielfachen des Normalen und wir benötigen jetzt viel mehr davon. Ich halte die Hygienepauschale für zu gering. Aufwand und Kosten, die Mittel zu beschaffen, sind immens. Im Land Hamburg hat es geklappt – dort konnten VPT und ZVK über das Gesundheitsministerium Masken und Desinfektionsmittel verteilen. Die hohen Kosten müssen bei den nächsten Preisverhandlungen unbedingt berücksichtigt werden.

CHRISTIAN THIEME, seit 17 Jahren Physiotherapeut und seit 2009 in eigener Praxis mit inzwischen 20 Mitarbeitern in Chemnitz, Landesgruppenvorsitzender des VPT Sachsen:

Bei uns sind fast 50 Prozent unserer Leistungen nicht mehr abgerufen worden: Die Pflegeheime haben uns nicht mehr reingelassen, unser Bewegungsbad musste schließen, der Trainingszirkel
und die Privatleistungen durften nicht mehr durchgeführt werden. In unserem Team sind alle in Kurzarbeit gegangen. Die Kita-Notbetreuung hat in ganz Sachsen fast ausnahmslos gut funktioniert, weil Therapeuten systemrelevant sind. In Einzelfällen haben wir mit Infos nachgeholfen, damit unsere
Therapeuten ihren Anspruch wahrnehmen konnten.

Am Anfang waren natürlich alle in Panik. Das Telefon stand nicht mehr still. Keiner wusste, was zu tun ist. Wir hatten die Idee, tagesaktuell auf facebook in Live- Videos zu informieren. Das habe ich gemacht. VPT-Justiziar Alt informierte aus rechtlicher Sicht und ich aus berufspolitischer Sicht. Die Leute konnten dann Fragen stellen. Anfangs waren einige sauer und fanden, die Verbände tun zu wenig. Sie haben das aber zurückgenommen, als ich sie einzeln angeschrieben habe. Selbst die Skeptiker waren zufrieden, als der Schutzschirm da war, für den unser Präsidium unermüdlich verhandelt hatte. Man muss die Wut verstehen: Alle hatten Angst um ihre Existenz. Als die Soforthilfen kamen, haben das einige vorschnell beantragt. Da haben wir gewarnt und erklärt, dass sie schauen müssen, ob sie überhaupt die Bedingungen erfüllen.

Meine Botschaft war: Ruhe bewahren – wegen dieser Krise muss keine Praxis zumachen! Mit sachlicher Information kommen wir am besten durch die Krise. Wir machen jetzt auch jede Woche freitags um 19.30 Uhr bei einem Zoom-Call mit. Das ist ein digitaler Therapeutenstammtisch mit 4 Experten, die Fragen beantworten. Dafür bekommen wir sehr gutes Feedback. Wichtig ist, dass die Leute verstehen, dass sie nicht alles glauben dürfen, was im Netz steht. Ich habe sehr guten Kontakt zu den Kassen und zu den Landesministerien und komme so zu Infos aus erster Hand, die ich dann weitergebe. So konnte ich auch das Missverständnis ausräumen, dass die Praxen in Sachsen angeblich schließen müssten. Dieses Gerücht hat für eine riesen Aufregung gesorgt! Bei so etwas spüren die Mitglieder unmittelbar, dass sie etwas davon haben, dass wir als Funktionäre für sie in vorderster Reihe stehen. Es lohnt sich also, sich im Verband zu engagieren.

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